Hochschulpolitik

„Hochschulpolitik“ ist für viele Studierende oft erst einmal ein abstrakter Begriff, mit dem man wenig anfangen kann. Dabei verbergen sich hinter dieser Bezeichnung eine Vielzahl von Gremien und Strukturen, die euren Studienalltag auf unterschiedlichen Ebenen beeinflussen. Das können ganz konkrete Dinge wie euer NRW-Ticket oder das Hochschulsportangebot sein, aber auch übergeordnete Rahmenbedingungen wie z.B. Studien- und Prüfungsordnungen.

Die Gremien der Hochschulpolitik lassen sich in zwei große Gruppen aufteilen:

  1. Die studentische Selbstverwaltung und
  2. Die universitäre Selbstverwaltung

1. studentische Selbstverwaltung

asta

(Diese Abbildung wurde vom AStA der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zur Verfügung gestellt.)

Studierenden-
parlament (SP)
Allgemeiner Studierenden-
ausschuss (AStA)
Fachschaften
(FS)

Das Studierendenparlament ist das höchste Gremium der Studierendenschaft und wird einmal im Jahr von allen Studierenden gewählt. Hier wird zum einen der AStA-Vorstand und seine Referentinnen und Referenten gewählt, und zum Anderen über die Verwendung eurer Beiträge entschieden. Studentische Initiativen haben die Möglichkeit beim Studierendenparlament Finanzanträge zu stellen zur Unterstützung ihrer Projekte.

Der AStA ist quasi die Regierung der Studierenden einer Hochschule. Der AStA vertritt zum einen eure Interessen gegenüber dem Rektorat, der Universitätsverwaltung, sowie der Stadt und dem Land. Zum anderen bietet er eine Vielzahl von Dienstleistungen für die Studierenden an, wie den Hochschulsport, Beratungen des Sozialreferates oder die Campuszeitung „CampusD“. Zum AStA gehören auch die Autonomen Referate, die Interessen von bestimmten Gruppierungen wie internationalen Studierenden, Schwulen und Lesben oder chronisch kranken Studierenden vertreten.

Die Fachschaften vertreten entsprechend die Interessen aller Studierenden eines Studiengangs. Die Fachschaft Medizin gliedert sich in zwei Organe, zum einen in die Fachschaftsvertretung (FSV) die aus 15 Mitgliedern besteht und jährlich von allen Studierenden der Medizin gewählt wird. Zum anderen in den Fachschaftsrat (FSR), der 9 Mitglieder umfasst und das Tagesgeschäft der Fachschaft führt, sowie die inhaltliche Arbeit koordiniert.

fs

 

2. universitäre  Selbstverwaltung

Die Gremien der universitären Selbstverwaltung setzten sich aus allen drei Statusgruppen der Universität zusammen, also Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden. Per Gesetz haben jedoch die Hochschullehrer in allen Gremien die absolute Mehrheit.

Senat

Der Senat ist das höchste Gremium der Universität. Hier werden Angelegenheiten, die die gesamte Hochschule betreffen diskutiert und entschieden.

Fakultätsrat

Die Fakultätsräte beraten und entscheiden, analog zum Senat, Angelegenheiten, die die Fakultät betreffen, zum Beispiel Studienordnungen, oder die Berufung von neuen Professorinnen und Professoren.